Glossarbegriff

Folgenden Begriff versuchen wir für Sie etwas genauer zu erklären. Ziel ist es, Ihnen unsere Arbeit und den damit verbundenen eigenen Anspruch näher zu bringen.

Name des Begriffes: Schimmel
Beschreibungen des Begriffes:

Schimmel

Schimmelpilze gehören zu den biologischen Schadfaktoren. Sie können schwere Gesundheitsstörungen auslösen, wie entzündliche Erkrankungen des Organsystems, der Nägel, Haare und Atmungsorgane, ferner Allergien, Hautreizungen, grippeähnliche Beschwerden, schwere Erschöpfungszustände, Schwindel, Gedächtnis- und Sprachstörungen sowie Atemwegserkrankungen bis hin zu schwerem Asthma. Es gibt etwa 100.000 Schimmelpilzarten. Etwa 100 davon sind für Innenraumprobleme relevant - einer fällt als potenzielle biologische Waffe sogar unter das Kriegswaffenkontrollgesetz: stachybotris chartarum. Gefährlich wird es für den Menschen immer dann, wenn die Schimmelpilzkonzentration im Innenraum steigt und das Immunsystem angegriffen ist. Vor allem, wo es feucht ist, fühlen sich Schimmelpilze wohl, wachsen und geben verstärkt Sporen, geruchsauffällige Stoffwechselprodukte und Schimmelpilzgifte ab. Vor allem letztere können dem Menschen erheblich zusetzen. Schimmelpilze sind Lebewesen mit eigenem Stoffwechsel. Ihre Stoffwechselprodukte lassen sich bei Innenraumuntersuchungen nachweisen. Das ist wichtig für die Innenraumanalytiker, denn nicht immer zeigt sich der Schimmel auf den ersten Blick als typischer schwarzer Belag, sondern er wächst oft im Verborgenen, hinter Wandverkleidungen oder unter Bodenbelägen. Andererseits weist nicht jede Wandverfärbung automatisch auf Schimmelbildung hin! Deshalb untersuchen Innenraumanalytiker nicht nur die Raumluft, sondern nehmen bei Bedarf auch Material- und Staubproben. Hilfreich ist mitunter sogar der Einsatz eines Schimmelspürhundes. Wird Schimmel nachgewiesen, muss er fachgerecht beseitigt werden.

Typ des Begriffes: definition
Sprache des Begriffes (2 Zeichen ISO Code): de
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